INFRASense – Radverkehrsqualität im Blick: Mit Crowd-Sourcing und Sensordaten zur besseren Radinfrastruktur!

Das Forschungsprojekt INFRASense zeigt, wie Radverkehrsqualität mithilfe von Crowd-Sourcing und innovativer Sensortechnologie verbessert werden kann. Radfahrende sammelten über 250.000 Kilometer Daten, die im BIQEmonitor sichtbar gemacht werden – von Erschütterungen bis zu Knotenpunktanalysen. Die Ergebnisse unterstützen eine datenbasierte Planung für sichere und effiziente Radwege. Auch nach Projektende wird INFRASense fortgeführt und sucht weitere Kommunen, die ihre Radinfrastruktur nachhaltig optimieren möchten.

Im Oktober 2024 endete die Förderung des Forschungsprojektes INFRASense, gefördert durch den mFUND des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr. In Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg, der worldiety GmbH, baron mobility services GmbH und der CoSynth GmbH & Co. KG kam im Projekt eine eigens entwickelte Sensorik zum Einsatz, mit deren Hilfe die Radwegequalität erfasst wurde, um so zukünftig die Radverkehrsplanung datenbasiert zu unterstützen. Hierbei werden Bürger:innen aktiv eingebunden, indem sie mit einem Sensor am Fahrrad und einer App ihre Fahrten aufzeichnen. Die gesammelten Daten werden automatisiert ausgewertet und im BIQEmonitor visualisiert, einer Webanwendung, die die Qualität der Radwege darstellt. 

Im Zeitraum von März 2023 bis Juni 2024 wurden in insgesamt vier Feldtests in den Städten Oldenburg und Osnabrück insgesamt etwa 250.000 Kilometer an Fahrraddaten erfasst. Diese umfangreiche Datensammlung ermöglicht es, detaillierte Einblicke in die Beschaffenheit und Qualität der Radwege und Knotenpunktbeziehungen zu gewinnen. Aus den Daten einzelner Fahrten wird eine Gesamtbewertung der Strecken und Knoten aggregiert, sodass die komplexen Informationen schnell begreifbar sind. Durch weitere Funktionen, wie beispielsweise Knotenpunktanalysen können Zeitverluste und Abbiegebeziehungen an Knotenpunkten analysiert werden. Auch gefahrene Geschwindigkeiten und Erschütterungen werden gemessen und sind übersichtlich auswertbar. Die Ergebnisse sind öffentlich zugänglich und können im BIQEmonitor eingesehen werden.

Das Planungsbüro VIA eG ist als beratender Partner in das Projekt eingebunden und bringt seine Expertise aus der Radverkehrsplanung ein. Durch die Zusammenarbeit mit Bürger:innen und die Nutzung moderner Sensortechnologie leistet INFRASense einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur und fördert eine nachhaltige Mobilität.

Auch über das Ende der Förderlaufzeit hinaus wird das Projekt INFRASense fortgeführt. Wir suchen aktuell nach weiteren interessierten Kommunen oder Landkreisen, die ihre Radverkehrsinfrastruktur datenbasiert analysieren und nachhaltig verbessern möchten. Gemeinsam können wir die Qualität und Sicherheit von Radwegen in Ihrer Kommune oder Ihrer Region ermitteln und weiterentwickeln. Interessierte Kommunen oder Organisationen sind herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden, um weitere Informationen zu erhalten und Teil dieses zukunftsweisenden Projekts zu werden. 

Weitere Informationen zum Projekt und den Ergebnissen finden Sie auf der offiziellen Webseite von INFRASense und des BIQEmonitors.

Ansprechpersonen: Peter Gwiasda und Joel Kruber

Foto: Planungsbüro VIA eG